Miteigentum

Der Begriff Miteigentum bzw. Miteigentumsanteil findet im Rahmen einer Teilungserklärung Verwendung. Im Gegensatz zur grundbuchamtlichen Teilung wird bei einer Teilung nach Wohnungseigentumsgesetz (WEG) das Sondereigentum und das Miteigentum unterschieden.

Für gewöhnlich werden Mehrfamilienhäuser als mehrere Eigentumswohnungen einzeln veräussert. Um eine rechtlich klare Unterscheidung treffen zu können wird im Rahmen einer Teilungserklärung die Wohnung als Sondereigentum veräussert. Somit erwirbt der Käufer das Eigentum über den Kaufgegenstand, nämlich die Wohnung. Im Gegensatz dazu steht das Miteigentum. Dieses beschreibt das gemeinschaftliche Eigentum an einer Sache. Hierzu zählen Treppenhäuser, Aufzüge, Klingelanlagen usw.. Oftmals sind Tiefgaragenstellplätze einer Wohnung zugeordnet. Diesen werden in der Teilungserklärung ein Sondernutzungsrecht zugeordnet. Im Gegensatz zum Sondereigentum  wird dem Käufer einer Wohnung durch das Sondernutzungsrecht eine Verfügungshoheit eingeräumt. Rechtlich bleibt der Tiefgaragenstellplatz gemeinschaftliches Eigentum. Das alleinige Nutzungsrecht obliegt dann aber dem Käufer der Wohneinheit und niemand anderem. Würde man für einen Stellplatz ein Sondereigentum einräumen wäre eine Konsequenz, dass bei Erwerb der Wohnung ein Kaufvertrag für die Wohnung und ein zweiter Kaufvertrag für den Stellplatz geschlossen werden müsste. Dies wäre ein unverhältnismäßiger Aufwand und würde doppelte Kaufnebenkosten auslösen.

Das Sondereigentum kann ohne das Sondernutzungsrecht und den Miteigentumsanteil, zu dem es gehört, nicht veräußert werden (WEG 1.Teil, 1 Abs., §6, Satz 1).

Zurück zum Index

Comments are closed.